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Das Profil des Instituts »Designlabor Gutenberg«

Das Aufgabenprofil im Kommunikationsdesign hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Zu der tradierten Aufgabe des »visuellen Übersetzens« vorgegebener Inhalte gesellen sich zunehmend die Anforderungen des modernen Designmanagements und der Anspruch, die transportierten Inhalte zu reflektieren. Koordinations- und Moderatorentätigkeiten, die Einschätzung zukünftiger technischer Innovationen und die Beurteilung von Kommunikation hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Relevanz gewinnen zunehmend an Bedeutung für Führungskräfte im Kommunikationsdesign.

Diese neuen Herausforderungen verändern nachhaltig die Ausbildung der kreativen Berufe. Der prozesshafte Moment muss in die Lehre integriert und Studienziele der aktuellen beruflichen Wirklichkeit angepasst werden. Die Gestaltungshochschulen müssen die reaktiven Handlungsschemata verlassen und sich als Orte der Innovation und des gesellschaftlichen Diskurses neu erfinden.

Wie forschen Kommunikationsdesigner? Wo steht die Kommunikationsdesigntheorie heute?
Wir sehen die Nichtexistenz einer eindeutigen, schlüssigen Theorie des Kommunikationsdesigns nicht als Problem, sondern als Herausforderung, uns an der aktuellen Diskussion um eine Theorie der Methodik wissenschaftlichen Arbeitens im Bereich des Designs zu beteiligen, Beiträge zu leisten, Ideen zu entwickeln, Diskurse zu beginnen. Der Blick gilt den wissenschaftlichen, technischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen im Zeitalter der globalen Kommunikation.

Das 2004 gegründete Institut designlabor gutenberg sieht sich als Schnittstelle zwischen Forschung und Lehre im Kommunikationsdesign. Freie und angewandte Forschungs- und Drittmittelprojekte finden mit dem »Designlabor Gutenberg«  eine institutionelle Verankerung innerhalb der Hochschule. Die enge Verzahnung von Projekten mit dem Master-Studiengang »Gutenberg Intermedia« ist eine folgerichtige Entwicklung.