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Hidden Zoo – Ein virtueller Tiergarten für Mainz

Auf dem 17. Wissenschaftsmarkt, der vom 8. und 9. September stattfand und sich dem Thema „Mensch und Kommunikation“ widmete, präsentierte Prof. Anna-Lisa Schönecker den Hidden Zoo. Der Hidden Zoo ist ein virtueller Tiergarten für Mainz.

Zum Projekt:
Flamingos auf dem Domplatz, Seekühe am Rheinufer, ein Drache im Drususstein … Seit Januar 2018 können Spaziergänger im Mainzer Stadtraum Tieren begegnen, virtuellen Tieren aus Text und Linie, Farbe und Klang. Sie wohnen an den unterschiedlichsten Orten – auf Hauswänden, Gassen, Plätzen – und sie haben ihre je eigene Geschichte. Sichtbar werden sie mit einer Website, die die versteckten Geschöpfe zum Leben erweckt: hiddenzoo.hs-mainz.de

Das Besondere: Bestimmte Inhalte können nur vor Ort abgerufen werden. Man muss die Hidden-Zoo-Tiere also suchen gehen, mit dem Smartphone in der Hand. Belohnt wird man mit Augmented-Reality-Elementen, die die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lassen. Auf dem Display erscheint dann plötzlich vor den Markthäusern ein goldener Vogel oder – im Selfiemodus – auf dem eigenen Kopf ein Einhorngeweih. Solche Bilder laden ein, geteilt zu werden – zum Beispiel unter dem Hashtag #hiddenzoo auf Instagram. Dabei lohnt es sich, zu unterschiedlichen Zeiten auf die Pirsch zu gehen; während manche Tiere nur tagsüber aktiv sind, kommen andere nur nach Einbruch der Dämmerung hervor.

Gestaltet haben diese Tiere Studierende des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule Mainz und der Schreibberatung PHILIS des Fachbereichs 05 der Johannes Gutenberg-Universität unter der Leitung von Anna-Lisa Schönecker (Hochschule Mainz), Holger Reckter (Hochschule Mainz) und Kerstin Rüther (JGU Mainz). In einem interdisziplinären Projektseminar setzten die Studierenden sich mit neueren Forschungen zum Mensch-Tier-Verhältnis auseinander und erkundeten zugleich den Mainzer Stadtraum und seine Geschichte. Entstanden ist so eine große Vielfalt von Illustrationen, Collagen, Animationen, Texten und Tönen, die gestalterisch durch das Corporate Design und das Interface von Ronja Butschbacher und Maurice Sam zusammengehalten wird. Letzteres ist als Splitscreen konzipiert und vereint eine Karten- und eine Listenansicht, die sich jeweils mit einer Auswahl an Kategorien und Icons filtern lassen. Tag- und Nachmodus sind dabei farblich differenziert.

Webseite: hiddenzoo.hs-mainz.de

Kategorien: Ausstellungen, Events, Intermedia, News

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Translations 4 Symposium »Design of Knowledge / Design des Wissens« am 29. und 30. November 2013

Das Translations 4 Symposium unter dem Titel »Design des Wis­sens« am 29. und 30. November 2013 beschäf­tigte sich mit der Auf­gabe von Design­ern kom­plexe Inhalte zu analy­sieren, sie ver­ständ­lich dar­zu­stellen und zur glei­chen Zeit auf mediale Ver­än­de­rungen neue Ant­wor­ten zu fin­den.

Der Umfang an Daten und Infor­ma­tio­nen wächst in nahezu allen Berei­chen der Gesell­schaft kon­ti­nu­ier­lich an. Gleich­zeitig ver­än­dern sich die Pub­li­ka­tions­medien, über die diese Infor­ma­tio­nen kommu­ni­ziert wer­den, fun­da­men­tal. Und so ste­hen Desig­ner immer häu­fi­ger vor der Auf­gabe, bei der Ana­lyse, Umsetz­ung und Prä­sen­ta­tion ihrer Arbei­ten mit inhalt­lich­er Komplex­ität und medi­aler Insta­bi­li­tät gleich­zei­tig umzu­ge­hen.

Inter­na­tio­nal täti­ge Buch­ge­stal­ter, Typo­gra­fen, Infor­ma­tions­de­sig­ner und -archi­tek­ten, Illus­tra­tor­en, Aus­stell­ungs­ge­stal­ter, Medien­the­ore­ti­ker, -ent­wick­ler und Daten­jour­na­lis­ten dis­ku­tiert­en, wel­che Heraus­for­de­rung­en und Chanc­en in die­sen Ver­än­de­rung­en lie­gen und was dies für die Ent­wick­lung des Beruf­es und die Aus­bil­dung des Kommu­ni­ka­tions­de­sign­ers bedeu­tet.

Votragende waren:
Prof. Dr. Gerhard Muth, Prof. Anna-Lisa Schönecker, Prof. Philipp Pape, Prof. Michael Stoll, Daniel Gross und Joris Maltha (Catalogtree), Joost Grootens (Studio Joost Grootens), Dimitri Nieuwenhuizen (LUST), Jan Schwochow (Golden Section Graphics), Stefanie Posavec, Marco Maas (Open Data City), Steffen Fiedler, Jonas Loh (Studio Nand), Oliver Reichenstein (Information Architects)

Projektleitung: Prof. Philipp Pape
Moderation: Prof. Anna-Lisa Schoenecker, Prof. Philipp Pape
Corporate Design: Matthias Dufner, Jens Giesel, David Dusanek
Webdesign und Programmierung: Matthias Dufner, Jens Giesel
Öffentlichkeitsarbeit: Ruth Preywisch
Organisation: Matthias Dufner, Jens Giesel, Pamela Oberender, Ruth Preywisch, Kirsten Solveig Schneider, Jan Völker
und
Jenny Austermeier, Dragana Beslac, Stephanie Bigalke, Miriam Bebecca Braun, Lisa Kristin Brodt, Patrick Bugner, Seda Demiriz, Isabell Ding, Vivian Winnie Ellermeyer, Sarah Ewald, Michelle Fischer, Lara Fuchs, Silvia Geier, Helen Germann, David Gönner, Jessica Grotz, Miriam Gückel, Max Guther, Eva-Maria Hartmann, Leonie Hennicke, Chiara Hoffmann, Peter Hofmann, Carina Höltge, Patricia Klein, Charlotte Kronert, Dominik Krost, Philipp Lehr, Franziska Leis, Takumi Naka, Raphael Prinz, Amelie Lisa Scheu, Diana Schmidt, Robin Jakob Städtler, Nora Taake, Lara Yilmaz
Jahr: 2013

weitere Informationen:
www.translations-symposium.de
www.facebook.com/translations4

Kategorien: Intermedia, Symposien, Typografie

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Visualizing Europe

Die europäische Statistik-Behörde Eurostat stellt über das Internet detaillierte Daten über die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zur Verfügung und sieht damit ihre Informationspflicht erfüllt. Tatsächlich dürften aber die wenigsten Interessenten der Komplexität der Datentabellen gewachsen sein. Aufbauend auf einem Seminar an der Fachhochschule Mainz stellte sich dieses Projekt die Frage, wie die zur Verfügung stehenden Daten so aufbereitet und visualisiert werden könnten, dass mit Ihrer Hilfe thematische, bürgernahe Fragestellungen über einen derzeitigen Zustand und die vorausgehende Entwicklung erfahrbar werden.

Die entstandenen Prototypen wurden u.a. auf dem European Media Arts Festival in Osnabrück 2010 ausgestellt.

Projektleitung: Prof. Philipp Pape
Jahr: 2010

Kategorien: Intermedia, Websites

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Generative Typografie

Auf dem Gebiet der Schriftgestaltung wurde schon immer viel experimentiert, da das Entwerfen und Produzieren einer Schrift ein komplexes und aufwändiges Unterfangen ist. Dies manifestiert sich am offensichtlichsten in den zahlreichen, oft widersprüchlichen Regeln und Systemen, die die Schriften und die Schriftgestaltung im Laufe der Zeit hervor gebracht haben. Gerade wegen dieser Regeln und Systeme ist die Typografie ein hervorragendes Gebiet für generative Ansätze, die das System ansich gestalterisch betrachten und formen. Sie nähern die Schriftgestaltung wieder dem – ebenfalls generativen – Prozess des Schreibens an. Schrift wird nicht mehr als Gruppe einzelner Formen, als Momentaufnahme, sondern als lebendiges und dennoch wohl definiertes System verstanden.

Gemeinsam mit Studierenden der Fachhochschule Mainz wurden verschiedene Ansätze erprobt, wie Schriftmanipulation durch Algorithmen erfolgen und durch Interaktion gesteuert werden kann.

Einige der entstandenen Prototypen wurden in dem Buch »Generative Gestaltung« vorgestellt sowie auf dem European Media Arts Festival in Osnabrück 2010 ausgestellt. Siehe dazu auch den Katalog.

Projektleitung: Prof. Philipp Pape
Jahr: 2010

weitere Informationen:
www.generative-typografie.de
Link zum Katalog der Ausstellung in der Deutschen Bibliothek

Kategorien: Intermedia, Typografie, Websites

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Internationales Symposium »translations 02: fernweh. positionen zur identität im design« am 4. und 5. Mai 2007

Das 2003 erstmals vom Studiengang Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz ausgerichtete Symposium »translations« fand vom 4. bis 5. Mai 2007 seine Fortsetzung. Namhafte Referentinnen und Referenten aus der Schweiz, Holland, Großbritannien, Frankreich, der Tschechischen Republik und Deutschland diskutierten zum Thema »fernweh. positionen zur identität im design« Möglichkeiten der eigenen Identitätsbildung und beleuchteten das Spannungsfeld zwischen Nähe und Ferne, zwischen Eigenem und Fremden.

Große inhaltliche Projektionsfläche stellet das Thema »Fernweh« dar: die Sehnsucht nach einem anderen, zumeist weit entfernten Ort, verbunden mit Träumen von einem anderen, alternativen Sein. Ein hoher visionärer und analytischer Gehalt charakterisierte denn auch die Vorträge, die das spannungsvolle Wechselverhältnis reflektierten zwischen einer zunehmend global vereinheitlichten Kultur und authentischen Positionen, wie sie aus jeweils speziellen historischen und/oder kulturellen Eigenheiten entstehen. Zu Gast in Mainz waren circa 2.000 Besucher, die sich nicht nur interessiert und engagiert an den Diskussionen beteiligten, sondern auch vom Rahmenprogramm – einer Ausstellung themenbezogener Studienarbeiten, dem Preview der »53rd TDC New York goes Mainz« im Mainzer Zollhafen und einer Bootsfahrt auf dem Rhein – begeistern ließen.

Der »Werkbericht Nr. 9«, die 144-seitige Dokumentation dieses Symposiums enthält Beiträge von: Bastard-Project, Ruedi Baur, Johannes Bergerhausen, Filip Blacek, Rodrigo Castañeda, Petra Eisele, K&K, Barbara Knorpp, Thomas Manss, Florian Pfeffer, Anna-Lisa Schönecker, Erik Spiekermann, Mark Terkessidis und Vier5.

Symposiumkonzeption und Organisation: Prof. Petra Eisele, Prof. Dr. Isabel Naegele, Julia Neller, Prof. Anna-Lisa Schönecker, Prof. Ulysses Voelker, Erich Weiler
Design: Julia Neller
Web-Konzept, -Gestaltung und Redaktion: Slavisa Sascha Katanic, Prof. Anna-Lisa Schönecker
Screenanimation: Matthias Schreiber
Fotos: Melanie Bauer, Sascha Katanic, Ruwen Kopp, Isabelle Löhr
Druck: Klaus Völker
Jahr: 2007

weitere Informationen:
Website zum Symposium
Link zum Shop

Kategorien: Events, Intermedia, News, Publikationen, Symposien

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decodeunicode – Die Website

Die Projektwebsite des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF, geförderten Projektes versammelt Abbildungen und Informationen zu rund 100.000 Unicode-Zeichen. Dabei können Zeichen der unterschiedlichsten Kulturen komfortabel verglichen werden, inklusive Volltextsuche.

Die Website hat seit ihrem Start 2005 konstant mehr als eine Million Besucher pro Jahr und wurde mit mehreren internationalen Gestaltungspreisen ausgezeichnet. In den letzten Jahren tauchen ähnliche Projekte im Internet auf, aber decodeunicode bleibt das Unicode-Projekt, das zu jedem Zeichen eine Abbildung anbietet. Die Website wird laufend auf die aktuelle Unicode-Version aktualisiert.

Projektleitung: Prof. Johannes Bergerhausen
Konzeption und Gestaltung: Johannes Bergerhausen,
Siri Poarangan
Datenbank und Abbildungen: Wenzel Spingler, Daniel A. Becker
Interface Design, Programmierung, Datenbank, CMS:
Mathias Wollin, Martin Schuster, meso.net
Tutoren: Daniel Becker, Tatevik Aghababyan, Bastian Schiffer, Judith Wallerius, Saskia Friedrich
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF
Jahr: 2005, Update 2007 und 2011

weitere Informationen:
www.decodeunicode.org

Kategorien: Intermedia, Typografie, Websites

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