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Type-Design Workshop

Zwischen dem 31. Mai und dem 9. Juni 2016 fand ein 4-tägiger Workshop von Jérôme Knebusch im Rahmen des Masters Deep Typography statt, welcher von Prof. Ulysses Voelker und
Prof. Johannes Bergerhausen geleitet wird. In kurzer, intensiver Zeit wurde die Durandus-Schrift von Gutenbergs Mitarbeiter Peter Schöffer wiederbelebt. Anhand der Studie verschiedener Originaldrucke von Fust & Schöffer (Lateinische Bibel, 1462; Hieronymus’ Epistolae, 1470; Cicero’s De officiis, 1466) wurde die Type analysiert und digital gezeichnet.

Ein Workshop in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum Mainz und dem Forschungsprojekt »Gotico-Antiqua« des Staatlichen Institutes für Typografische Forschung (ANRT), Nancy, Frankreich.

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Der Renner.
Plakatworkshop mit Marcel Häusler.

12 Siebe x 8 Farben = 54 Plakate von 10 Gestaltern.
Ratz fatz  – und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Am  13. und  14. April fand im Rahmen des interdisziplinären Seminars „Der Renner“ ein 48-Stunden-Plakat-Workshop mit unserem Alumni Marcel Häusler statt: Am ersten Tag wurde mit Typo-Material und Texten von Paul Renner experimentiert. Am folgenden Tag wurde in der Siebdruckerei mit Unterstützung durch Volker Pape und seinen Tutoren Sieb um Sieb belichtet und in wechselnden Kombinationen und Farben kollaborativ gedruckt.
Klasse Aktion!

Nach 48 Stunden und zwei Kisten Bier wurde gemeinsam eine erste Auswahl kuratiert und im Foyer der Hochschule ausgestellt.

Das interdisziplinäre Projekt „Der Renner“ wird geleitet von Prof. Dr. Isabel Naegele (Typografie) und Prof. Dr. Petra Eisele (Designgeschichte / Designtheorie), Hochschule Mainz, Fachbereich Gestaltung, BA-Studiengang Kommunikationsdesign.

Kategorien: Ausstellungen, News, Typografie

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109.242 Zeichen online

Zehn Jahre nach ihrer Gründung stellt die Typografie-Plattform decodeunicode eine neue, komplett überarbeitete Website vor.

decodeunicode.org

Die Plattform der Hochschule Mainz, gegründet 2005, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), erleichtert über vielfältige Publikationen den Zugang zu den Unicode-Zeichen und beleuchtet ihre typografische Seite.Die vielfach ausgezeichnete Website hat mehr als 1 Mio. Unique Visitors pro Monat. Die neuen Features des Updates im Einzelnen:

109.242 Zeichen als SVG-Datei
Zu jedem Unicode 6.0 Zeichen wird eine frei verwendbare Abbildung vorgestellt. Sie ist vektorbasiert, kann also in allen Größen eingesetzt werden.
Sprachen
Erstmals werden zu jedem Zeichen die Sprachen angegeben, in denen es verwendet wird.
Schriftsysteme
Alle 129 Scripts werden mit einem wissenschaftlichen Text von Dr. Deborah Anderson von der Script Encoding Initiative (SEI) der Universität Berkeley, Kalifornien, USA, vorgestellt.
Confusables
Zu jedem Zeichen werden ähnliche Zeichen angezeigt, mit denen es nicht verwechselt werden sollte.
Most viewed characters
Auf der Startseite werden die meist besuchten Zeichen in einer TOP 40 (großer Screen) bzw. einer TOP 10 (Smartphone) angezeigt.Gestaltung: Johannes Bergerhausen, Ilka Helmig, Siri Poarangan Software-Entwicklung, Programmierung, Database: meso.net, Frankfurt am Main

Geplant ist ein Update auf Unicode 9.0 (Juni 2016) für Herbst 2016.

Unicode Standard

Der internationale Unicode Standard sorgt seit 1991 dafür, dass die Schriftzeichen der Welt auf Computern, Smartphones und Tablets einsetzbar sind. Heute können mit Unicode 6.0 insgesamt 129 Schriftsysteme zuverlässig dargestellt werden.

Jedes Jahr werden neue Zeichen aufgenommen. In den letzten Jahren wurde der Unicode Standard besonders durch die Aufnahme der Emojis weltweit bekannt.

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Deep Typography

Master Vorträge

 

Mittwoch, 13. April 2016, 18 Uhr
Jérôme Knebusch
Atelier National de Recherche Typographique (ANRT), Nancy, FR
Halbgotische, Gotico-Antiqua, Fere-Humanistica:
between blackletter and roman

Mittwoch, 20. April 2016, 18 Uhr
Prof. Indra Kupferschmid
Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken, DE
Hardcore-Schriftklassifikation

Mittwoch, 27. April 2016, 18 Uhr
Prof. Onur Yazıcıgil
Sabancı Universitesi, Istanbul, TR
Notes on the Meaning of Two Scripts in Turkey

Raum H 2.02

Im Rahmen des Masters Deep Typography
betreut von Prof. Johannes Bergerhausen und Prof. Ulysses Voelker

Hochschule Mainz
Kommunikationsdesign
Holzstraße 36

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»Design for Participation«

Werkbericht erschienen

Was ist eigentlich »Design for Participation«?
Welche Vorläufer und welche aktuellen Vertreter gibt es? Welche speziellen gestalterischen Aufgaben stellen sich, um Adressaten sinnvoll einbinden zu können? Und wie kann ich meine Themen und Ideen mit partizipatorischen Konzepten umsetzen? Diese und ähnliche Fragen rund um das Thema »Design for Participation« wurden im Masterstudiengang Gutenberg-Intermedia an der Hochschule Mainz ab dem Wintersemester 2013 – 2015 mit elf Master-Studierenden für drei Semester theoretisch erörtert und gestalterisch forschend bearbeitet und durchdrungen.

Nun liegt der Werkbericht des Masterstudiengangs vor und ist im designinmainz-Shop erhältlich:

Design for Participation

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Auszug aus der Presse »Grotesk – Schrift der Zukunft«

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» (…) Dass es allerhand zu bereden, überlegen und diskutieren gibt in Bezug auf moderne Schriften, davon konnte man sich bei zahlreichen Vorträgen überzeugen lassen. Ein Highlight der Veranstaltungsreihe war sicherlich die Eröffnungsrede Erik Spiekermanns. (…) Dank dieser Koryphäe in Sachen Schrift verließ auch der Laie das Gutenberg-Museum an diesem Abend mit zahlreichen gewonnen Informationen und Eindrücken und vor allem mit vor Lachen schmerzenden Bauch (…).
Davon abgesehen sind es tatsächlich hochspannende Fragen, die auf dieser Tagung in den Raum geworfen und diskutiert wurden. (…) dank hochkarätiger Teilnehmer waren die vielen Vorträge und Gespräche auch für ein Laienpublikum verständlich und interessant.«
(Ronja Merkel, Journal Frankfurt)

»Dass die Karten für das Typographie-Symposium, das von der Hochschule Mainz und dem Gutenberg-Museum veranstaltet wurde, innerhalb von drei Tagen ausverkauft waren, spricht für die Veranstaltung. Das ist ein großer Erfolg auch im Hinblick auf die im Juni 2016 im Gutenberg-Museum stattfindende Sonderausstellung „Futura“. (…) Eine tolle Veranstaltung mit interessanten Vorträgen zum Thema Schrift. Gratulation!«
(Julia Kahl, Slanted)

»Grotesk ist die Schrift der Zukunft, so Spiekermanns Fazit.«
(Mariann Hofmann, AZ)

Kategorien: News, Typografie

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Gutenberg-Bibel: Interaktives Forschungsprojekt von Museum und FH / Herzstück ist Multitouch-Tisch

MAINZ – Da hätte Johannes Gutenberg gestaunt – und sich wohl sehr gefreut: Das Forschungsprojekt der Mainzer Fachhochschule (FH) „Hands on – B42-Bibel“ macht digitales Blättern in seiner über 560 Jahre alten Bibel möglich. In einem Kooperationsprojekt mit dem Gutenberg-Museum tüfteln seit 2012 Professoren und Studierende des Studiengangs „Kommunikationsdesign“ und der “Innenarchitektur” an diesem technischen Traum – ihr Pilot-Projekt stellten sie nun der Kulturdezernentin Marianne Grosse vor: Einen Multitouch-Tisch, auf dem das „Buch der Bücher“ interaktiv entdeckt werden kann.

Bisher begrenzter Zugang: Zwar ist dieser Prototyp der Öffentlichkeit bislang noch nicht zugänglich. Doch wenn die weitere Finanzierung des Projekts gesichert ist, soll der eigentliche, größere Multitouch-Tisch bis 2020 im Gutenberg-Museum stehen. „Der Prototyp vielleicht auch früher”, sagte Professor Holger Reckter von der FH. „Bisher kann man bei uns die Gutenberg-Bibel nur im Tresorraum besichtigen, da passen maximal vier Besucher auf einmal hinein“, schränkt Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig ein. „Dieses Angebot ist bereits sehr gefragt, doch wir können dort immer nur eine Doppelseite zeigen, die man natürlich nicht berühren darf. Ohne eine Führung kann man nicht so in dieses Buch eintauchen, wie es das „hands-on“- Projekt möglich macht.“ An dem endgültigen Multitouch-Tisch soll Platz für bis zu 12 Personen gleichzeitig sein. „Dieses Projekt macht den Traum vieler wahr, einmal in diesem besonderen Buch blättern zu können“, freut sich Grosse, die den Tisch begeistert testete.

Auf einem großen Touch-Screen, also einem durch Berührung aktivierbaren Bildschirm, lassen sich auf dem vorläufigen Multitouch-Tisch Seiten der Bibel öffnen. Dabei standen dem Team der Mainzer Fachhochschule um Professor Holger Reckter und Professorin Dr. Isabel Naegele die 1999 von einer ein japanischen Forschungsgruppe eingescannten Seiten des Originals zur Verfügung. Auf dem Tisch können die Nutzer die Seiten mithilfe von Aktionswürfeln drehen, stark vergrößern und einzelne Abschnitte markieren. Zudem werden Erklärungen zur Buchmalerei oder Übersetzungen der lateinischen Sätze angezeigt. Der Name „B42-Bibel“ rührt von dem Umstand, dass eine Spalte der Gutenberg-Bibel jeweils 42 Zeilen hat. „Die Pilotphase ist jetzt abgeschlossen. Wir hoffen nun sehr auf Drittmittel und weitere Sponsoren, damit wir das Projekt weiterführen und die Bibel in einer nächsten Stufe komplett digitalisieren können“, so Ludwig.

Allgemeine Zeitung, Rhein Main Presse, 22.07.2014 von Elisabeth Friedgen

www.gutenberg-museum.de

Kategorien: Ausstellungen, Typografie

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CLAUS™ goes Brünn/CZ und beim
OUTPUT Award 2014

Wie finden wir uns zurecht in einer Welt, in der wir stetig mit Informationen bombadiert werden? Was behalten wir in einer Welt des Informationsüberflusses im Gedächtnis?
Was bleibt, wenn das Browserfenster geschlossen ist? Wie können wir das Wissen außerhalb des Internets festhalten?

Um diese Fragen kreist das Projekt CLAUS™ (ein Akronym für COMMUNITY LOADED ARCHIVE FOR URL SHARING), das beim diesjährigen Output Award mit “Selected” ausgezeichnet worden ist. CLAUS ist eine interaktive, partizipative Installation der Studierenden Sarah Schmitt, Nadine Scherer, Diana Walaszek, Christian Weber und Daniel Weberruß, entstanden im Masterstudiengang Gutenberg Intermedia “Design for Participation” an der Fachhochschule Mainz. Das Projekt wurde betreut von Helen Armstrong, Prof. Dr. Isabel Naegele, Prof. Philipp Pape und Prof. Holger Reckter.

Im September ist die Installation auf die 26. Internationale Grafikdesign Biennale nach Brünn in Tschechien eingeladen.

In der Zeit vom 19. bis 21. September wird CLAUS im Präsidentenpalast von Brünn zu sehen sein.

www.open-output.org/about/award/selection
www.bienalebrno.org/en/OffProgram
www.slowtech-factory.de

Kategorien: Ausstellungen, Typografie

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